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EQUITUM ULTIMORUM

Walther_von_Neuhofen




Walther von Neuhofen

Geboren wurde Walther 1472 in Neuhofen in der Pfalz als zweitgeborener Sohn eines Bauern. Nach einem vernichtenden Winter Ende 1486 und Anfang 1487 schickte ihn sein Vater notgedrungen auf Wanderschaft um ein Handwerk zu erlernen und sich fortan selbst ernähren zu können. Walther packte sein weniges Hab und Gut zusammen und begab sich gen Westen. Auf seinem Weg nahm er so manche Arbeit als Tagelöhner an, bis ihm eine Gruppe fahrender Händler empfohl nach Malines zu reisen. Dort, so sagten sie, gäbe es alsbald genug zu tun für einen jungen Mann.

So kam er nach Malines, wo sich viele Männer in Waffen versammelt hatten. Margarete von Burgund war gerade im Begriff, ein Söldnerheer aus deutschen und schweizer Soldaten zu versammeln. Dieses wurde vom deutschen Kommandanten Kolonel Martin Schwartz angführt. Das Heer sollte in Kürze ihren Neffen John de la Pole, Earl of Lincoln im letzten Rosenkrieg unterstützen. Für Walther schien dies eine gute Chance zu sein und so ließ er sich als Koch und Helfer anwerben.

Er begleitete das Heer und lernte von einigen der Söldner sogar Grundzüge der Taktik und das Kampfverhalten in einer Schlacht. Als es schließlich 16. Juni 1487 zur Schlacht von Stoke kam wurde das Heer vernichtend geschlagen. Walther entkam mit dem Leben, da er nicht aktiv an der Schlacht teilnahm. Bevor die feindlichen Truppen das Lager erreichten, packte er sich einen Sack, füllte ihn mit allem wertvollen was noch im Lager verblieben war, griff zu einem Schwert und floh.

Durch den Verkauf einiger Gegenstände erkaufte er sich eine Fahrt zurück auf deutschen Boden. Hier wurde er nach einigen Reisen von einer kleinen Söldnertruppe aufgenommen mit der er an einigen internen Konflikten teilnahm. 1499 nahm die Truppe auf Habsburger Seite an den Schwabenkriegen teil, wobei Georg von Frundsberg auf ihre guten Leistungen auf dem Schalchtfeld aufmerksam wurde. Er nahm die Truppe in seine Dienste auf.

So kam es, dass Walther an der Seite Georg von Frundsbergs zum Heer von Maximilian I, deutscher König und späterer Kaiser stieß. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen in der Schlacht sowie der Tatsache, dass er diese auch überlebte, wurde er in der Folge zum Ritter zu Neuhofen geschlagen.

Kurz danach lud ihn ein Mitstreiter, Wilhelm von Weingarten in dessen Anwesen ein. Ganz offensichtlich sollte diese Einladung dazu dienen, Walther mit dessen Stieftochter Viviane d’Arzon zu verkuppeln, was letztendlich auch glückte. Die Hochzeit fand im Frühjahr 1500 in Neuhofen statt.

















© René Augustin